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Ist bei Fusionskraftwerken eine mittelfristige Lagerung von radioaktivem Abfall notwendig?

Kurz gefasst

Ja, die mittelfristige Lagerung von radioaktiven Abfällen ist Teil des geplanten Konzeptes des Abfallmanagements von Fusionsreaktoren. Der Zeitfaktor beim Abfallmanagement spielt eine entscheidende Rolle für die Kosten.

Ausführliche Antwort

Der Zeitfaktor beim Abfallmanagement spielt eine entscheidende Rolle für die Kosten (1). Ob allerdings die internationalen Konzeptentwickler dabei die feinen Unterschiede zwischen einer ➚„Abklinglagerung“ und einer „Zwischenlagerung“ in Deutschland kennen, ist offen.

D. h. Deutschland würde für das Abfallmanagement der radioaktiven Abfälle von Fusionskraftwerken einen bisher noch nicht definierten neuen Lagertyp benötigt, um mittelfristig eine sichere oberirdische Lagerung für mindestens ein Jahrhundert zu gewährleisten (2). Die inneren Komponenten des Fusionsreaktors werden wahrscheinlich auch nach 100 Jahren die Grenzwerte für eine Freigabe weit überschreiten. Die Niob-Verunreinigungen (94Nb) werden dafür verantwortlich gemacht (1).

Literatur

  1. International Atomic Energy Agency Gonzalez de Vicente S M., Smith N.A., El-Guebaly, L., u.a.: Overview on the management of radioactive waste from fusion facilities: ITER, demonstration machines and power plants; Nucl. Fusion 62 (2022) 085001 20
    Quelle im Internet zuletzt abgerufen am 24.10.2024
  2. Empfehlung der Entsorgungskommission; ESK-Leitlinien für die Zwischenlagerung von radioaktiven Abfällen mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung (10.06.2013)
    Quelle im Internet zuletzt abgerufen am 10.01.2025
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