Zum Hauptinhalt springen

Inhaltsverzeichnis
< Alle Themen
Drucken

Kritische Fragestellungen zu Umweltauswirkungen im Kontext der Kernfusion

Es gibt etliche Gründe, weshalb auf diese Frage ein NEIN zu setzen ist. Weiterlesen

Nein. Aus diesem Grund wird der Fokus der weiteren Forschung und Entwicklung z.B. auf folgende Gebiete gerichtet:

  • Ferngelenktes Hantieren beim Austausch und der Bearbeitung radioaktiv belasteter großer und komplexer Teile,
  • Ferngesteuerte Wiederaufbereitung von radioaktiv kontaminierten Materialien,
  • Erforschung der Eigenschaften von recyceltem Reaktormaterial
Weiterlesen

Höchstwahrscheinlich nicht. Außerdem ist es wichtig, einen allgemein anerkannten Nachhaltigkeitsbegriff als Basis zu nehmen. Unsere Empfehlung ist die Nutzung des Begriffs “Nachhaltigkeit” aus dem ➚ Brundtland-Bericht. Weiterlesen

Als „thermische Umweltverschmutzung“ wird die Energie aus nicht erneuerbaren Quellen bezeichnet. Weiterlesen

Bei einem ungebremst exponentiell ansteigenden Energieverbrauch von 2,3 % aus nicht regenerativen Energien („thermische Umweltverschmutzung“) könnte die Erde in etwa 400 Jahren so heiß sein, dass sie unbewohnbar wäre. Weiterlesen

Unabhängig von dem CO2 Ausstoß beeinflussen die Energien aus „nicht erneuerbaren Quellen“ das Energiegleichgewicht der Erde. Heute ist dieser Einfluss gering. Aber bei ungebremstem Wachstum des globalen Primärenergiebedarfs wird dieser Effekt immer stärker und trägt zur Erderwärmung bei. Weiterlesen

Ja. Unser interaktives Modell zeigt vereinfacht, wie dauerhaft wachsender Energieverbrauch das Strahlungsgleichgewicht der Erde beeinflussen wird. Nicht nur Treibhausgase erwärmen die Erde. Jede vom Menschen genutzte Energie wird letztlich in Wärme umgewandelt. Heute ist dieser Effekt noch klein im Vergleich zum CO₂-Effekt. Während erneuerbare Energien überwiegend bestehende solare Energieflüsse nutzen, führen fossile Brennstoffe und Kernenergie dem Erdsystem zusätzliche Energie als sogenannte „thermische Umweltverschmutzung“ zu.  Weiterlesen
Angenommen, die derzeitige Kernkraftkapazität wird innerhalb der nächsten 20 Jahre durch Fusionsreaktoren ersetzt, könnte die Tritiummenge in der Biosphäre 500 kg erreichen, was der Menge entspricht, die während der Zeit der aktiven Atomtests in die Atmosphäre freigesetzt wurde, und die damit die Menge des natürlich entstehenden Tritiums um mehr als zwei Größenordnungen übersteigt. Und was, wenn man einen steigenden Primärenergiebedarf über Kernfusion decken will …? Weiterlesen  
Ja! In Kanada wurden in Abhängigkeit von der Entfernung zum nächsten Atomreaktor die Gehalte von Tritium im Regenwasser, Boden, in Pflanzen und Nahrungsmitteln bestimmt. Im Boden, in Pflanzen und Nahrungsmitteln hatte man in der Nähe von Atomkraftwerken eine Anreicherung von Tritium über 3 Zehnerpotenzen festgestellt. Weiterlesen

Man hat modelliert, dass die globalen Emissionen aus allen Atomkraftwerken der Welt den Tritiumgehalt in der Umwelt um den Faktor 10 erhöht hat. Weiterlesen

Wenn man bedenkt, dass Kanada Transportcontainer für jeweils nur 50 g Tritium lizenziert hat, dann kann man erahnen, dass wohl große Transport Risiken bestehen. Schließlich wird man zur Inbetriebnahme von neuen Fusionsreaktoren ein Tritium Start-Inventar im Kilogrammbereich transportieren müssen. Weiterlesen

Nein! Tritium ist wahrscheinlich ein in seiner radiotoxikologischen Wirkung unterschätztes Isotop. Im UNSCEAR2016 Bericht wurde kein toxikologisch „empfindlichster Endpunkt“ für Tritium benannt, auf dem die Risikobewertung aufzubauen ist.

Weiterlesen
Die Bestimmung von Tritium in Umweltkompartimenten ist sehr aufwändig. Je kleiner die Nachweisgrenze sein soll, desto höher steigt der Preis. Dabei ist es entscheidend, ob man nur das als titriertes Wasser vorliegende Tritium (HTO) oder auch den organisch gebundenen Anteil (OBT) erfassen will. Die Methoden basieren meist auf einer Messung an einem Flüssigkeitsszintillationsspektrometer. Weiterlesen
Letztendlich basiert die Stromproduktion bei der Kernfusion auch nur auf einer Dampfmaschine. Zur Kühlung braucht man Kühltürme und viel Wasser, so wie Kohlekraftwerke oder auch Atomkraftwerke. Weiterlesen

Etwa 60-70% der Fusionsenergie würden als Abwärme anfallen, die nicht direkt in Strom umgewandelt werden kann. Ähnlich wie bei anderen Kraftwerken müsste man versuchen,

  • zumindest einen Teil der Abwärme naheliegenden Nutzern zur Verfügung zu stellen. Doch bei zentralen Großkraftwerken ist solch eine Nutzung begrenzt.
  • Die häufigste Methode wird jedoch wieder die Abführung der Abwärme durch Kühltürme in die Atmosphäre bzw. in Flüsse oder Meere sein.
Nein! Es viele Forschungsansätze, um Tritium aus Abwässern zu entfernen, aber es gibt kein Verfahren, mit dem man das Abwasser (bzw. die Abluft) von Tritium mit einem vertretbaren Aufwand reinigen kann. Weiterlesen
Laut der Studie von 2005 “Final Report of the European Fusion Power Plant Conceptual Study (PPCS)” kann man nur eine grobe Abschätzung der potenziellen Dosisbelastung der Beschäftigten bei normalen Wartungstätigkeiten vornehmen. Die Vakuumpumpsysteme sollen den größten Beitrag zur Strahlenbelastung der Beschäftigten leisten. Neuere Abschätzungen liegen nicht vor. Weiterlesen

Da die Radiotoxizität von Tritium sehr unterschiedlich bewertet wird, gibt es weltweit auch sehr große Unterschiede in der Festlegung von Trinkwassergrenzwerten für dieses Isotop.

Weiterlesen

Nein! Die im Rahmen des Strahlenschutzes eingesetzten Personendosimeter können in der Regel nicht die schwache beta-Strahlung des Tritiums erfassen.

Beryllium wird in der Nukleartechnik aus verschiedenen Gründen gern und viel verwendet. Doch hat dieses Element auch seine Schattenseite:
  • Nach CLP Verordnung ist dieser Stoff tödlich beim Einatmen, giftig beim Verschlucken, kann Krebs beim Einatmen verursachen, schädigt die Organe bei längerer oder wiederholter Exposition, …
  • Weltweit ist noch kein Nuklear-Beryllium in ein Endlager gekommen. Und die maximal einlagerbare Masse an grundwassergefährdendem Beryllium beträgt für Schacht Konrad gemäß den Endlagerbedingungen ganze 24,5 kg.
Weiterlesen
Der Tritiumgehalt in den verschiedenen Abfallarten ist ein Schlüsselparameter für die Auswahl des Abfallbehandlungsverfahrens sowie für die Annahmekriterien für Endlager. Weiterlesen
In einer Konzeptstudie aus dem Jahr 2005 hatte man für unterschiedliche Modelle von Fusionsreaktoren radioaktive Abfallmengen von 57 860 t bis 163 000 t berechnet. Weiterlesen
Ja, in manchen Reaktor Konzepten wird im Blanket eine Metall-Schmelze vorgeschlagen z.B. eine eutektische Legierung aus Blei (Pb) und Lithium (Li) mit einem spezifischen Mischungsverhältnis von 17 % Lithium. Alternativ zur Metallschmelze von Pb-Li gab es auch Konzept-Ansätze mit einer Na-Li Schmelze im Blanket. Weiterlesen
Die Basis bildet das sogenannte 10 µSv Konzept. Von vielen namhaften Organisationen und Persönlichkeiten wird diese Basis jedoch angezweifelt.  Weiterlesen
Das 10 µSv Konzept wurde von vielen namhaften Organisationen und Persönlichkeiten in seiner Basis angezweifelt. Und auch wenn man dieser Basis aus Mangel an besseren Konzepten vielleicht vertraut, ist die Einhaltung des 10 µSv Konzeptes in Deutschland an die Umsetzung der Strahlenschutzverordnung gebunden. Doch dieses Verfahren hat seine Schwachpunkte:
  • Die Strahlenschutzverordnung soll den Glauben vermitteln, dass wenn man nach den aktuellen Werten der Anlage 4 /Tabelle 1 den radioaktiven Abfall unbeschränkt bzw. beschränkt freigibt, dass dann alles okay ist. Aber diese Freigabewerte sind keine Naturkonstanten!
  • Und die Tabelle 1 der Strahlenschutzverordnung ist insbesondere für Isotope aus Fusionsanlagen unvollständig.
  • Die radioaktiven Abfälle von Fusionsreaktoren werden insbesondere auch Tritium enthalten, das in einer Freimessanlage direkt nicht erfasst werden kann.
Weiterlesen
Nein! Dieses “Nein” ist aber nicht spezifisch für den Abfall von Fusionsreaktoren, sondern es gibt diese Schwierigkeiten bei allen radioaktiven Abfällen aus kerntechnischen Anlagen. Die Schwierigkeit dabei ist, dass man mit zerstörungsfreien Analysenmethoden über die Gammaspektrometrie alle relevanten Isotope nachweisen und quantifizieren will. Das geht nur über indirekte Verfahren, über die Erarbeitung von repräsentativen Nuklidvektoren. Weiterlesen

Ja, die mittelfristige Lagerung von radioaktiven Abfällen ist Teil des geplanten Konzeptes des Abfallmanagements von Fusionsreaktoren. Der Zeitfaktor beim Abfallmanagement spielt eine entscheidende Rolle für die Kosten. Weiterlesen

Nein, das stimmt nicht. Fusionsreaktoren produzieren eine große Menge Atommüll, der aufgrund der Neutronenaktivierung von Verunreinigungen in den Materialien sehr lange strahlen kann. Je nach Aktivität und Isotopengehalt müssen solche Abfälle dann in ein Endlager. Man beachte aber noch, dass die nationalen Festlegungen und die Einteilung der Endlagertypen verschieden sind. Weiterlesen
JA und NEIN. Ja, denn Beryllium gehört schon lange zu einem häufig in der Nukleartechnik eingesetzten Stoff, der in Forschungsreaktoren meist als Beryllium-Reflektor eingesetzt worden ist. Man schätzt, dass ca. 45 000 kg Nuklear-Beryllium auf der Welt existieren und zwischengelagert werden. Aber Beryllium soll weltweit noch in kein Endlager eingebracht worden sein. Weiterlesen

War dieser Beitrag hilfreich?
0 von 5 Sterne
5 Sterne 0%
4 Sterne 0%
3 Sterne 0%
2 Sterne 0%
1 Sterne 0%
5
Bitte teilen Sie Ihr Feedback
Wie können wir diesen Artikel verbessern?

Schlagwörter