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Welche Gefahren sind beim Transport von Tritium zu bedenken?

Kurz gefasst

Wenn man bedenkt, dass Kanada Transportcontainer für jeweils nur 50 g Tritium lizenziert hat, dann kann man erahnen, dass wohl große Transport Risiken bestehen. Schließlich wird man zur Inbetriebnahme von neuen Fusionsreaktoren ein Tritium Start-Inventar im Kilogrammbereich transportieren müssen.

Ausführliche Antwort

Es ist bekannt, dass man zum Starten eines Fusionsreaktors extern geliefertes Tritium benötigt. In der ITERInternational Thermonuclear Experimental Reactor Dokumentation (1) geht man von einem Tritium-Inventar von 1,7 kg aus, bei größeren Reaktoren wird es entsprechend mehr sein. Solch ein Start-Inventar müsste erst einmal sicher angeliefert werden! Da ITERInternational Thermonuclear Experimental Reactor selbst kein Tritium erbrüten kann, ist ITERInternational Thermonuclear Experimental Reactor auf Dauer von einer externen Tritiumversorgung abhängig (etwa 18 kg während der gesamten Betriebsdauer) (2).

In dem „Final Report of the European Fusion Power Plant Conceptual Study (PPCS)“ aus dem Jahr 2005 hieß es, dass Kanada Transportcontainer für jeweils nur 50 g Tritium lizenziert hat (3). Im Jahr 2018 fasste ein Artikel sehr umfassend die zukünftigen Kapazitäten zur Produktion von Tritium, die zeitliche Entwicklung des Bedarfs und die Sicherheitsanforderungen an die Transportbehälter für Tritium zusammen (2).

Weiterführende Beiträge

Literatur

  1. International Atomic Energy Agency: ITER technical basis; IAEA-ITEREDA/DS-24, TRN: XA0201264012567 (1.1.2002) 813
    Quelle im Internet zuletzt abgerufen am 05.11.2024
  2. Pearson R.J., Antoniazzi A.B., Nuttall W.J.: Tritium supply and use: a key issue for the development of nuclear fusion energy; Fusion Engineering and Design Volume 136, Part B (November 2018) 1140-1148
    Quelle im Internet zuletzt abgerufen am 6.11.2024
  3. Maisonnier D., Cook I., Sardain P. u.a.: A CONCEPTUAL STUDY OF COMMERCIAL FUSION POWER PLANTS – Final Report of the European Fusion Power Plant Conceptual Study (PPCS); Report EFDA-RP-RE-5.0 (13.04.2005) 212
    Quelle im Internet zuletzt abgerufen am 15.10.2024
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