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Mit welchen Mengen an radioaktivem Abfall muss man bei den Fusionsreaktoren rechnen?

Kurz gefasst

In einer Konzeptstudie aus dem Jahr 2005 hatte man für unterschiedliche Modelle von Fusionsreaktoren radioaktive Abfallmengen von 57 860 t bis 163 000 t berechnet.

Ausführliche Antwort

Bei radioaktiven Abfällen handelt es sich um radioaktive Stoffe (im Sinne des §2 Abs. 1 ➚AtG), die nach ihrer Nutzung nicht mehr benötigt werden und auch nicht anderweitig genutzt werden können und nach § 9a AtG geordnet beseitigt werden müssen. Die Schätzungen der radioaktiven Abfallmengen und deren Kategorisierung unterscheiden sich je nach Konzept und je nach Gesetzeslage in dem jeweiligen Land.

In einer Konzeptstudie aus dem Jahr 2005 (1) hatte man für unterschiedliche Modelle von Fusionsreaktoren radioaktive Abfallmengen von 57 860 t bis 163 000 t berechnet. Beim ➚ Rückbau des AKWs Krümmel mit einer Gesamtmenge von 540 000 t des Kernkraftwerks wird geschätzt, dass nur 1 bis 3 Prozent als radioaktiver Abfall endgelagert werden muss, d. h. also 5 400 t bis 16 200 t. Damit würde ein Fusionskraftwerk circa die zehnfache Menge radioaktiven Abfall gegenüber einem Kernkraftwerk produzieren.

Literatur

  1. Maisonnier D., Cook I., Sardain P. u.a.: A CONCEPTUAL STUDY OF COMMERCIAL FUSION POWER PLANTS – Final Report of the European Fusion Power Plant Conceptual Study (PPCS); Report EFDA-RP-RE-5.0 (13.04.2005) 212
    Quelle im Internet zuletzt abgerufen am 15.10.2024
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