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Könnte man Fusionskraftwerke für die Trinkwassergewinnung aus Meerwasser in den südlichen Problemzonen einsetzen?

Kurz gefasst

Prinzipiell ja. Aber im „Süden“ wird man in naher Zukunft noch mehr Strom über die Sonne gewinnen, mehr als man braucht. Hatte man das bei der Rentabilitätsrechnung tatsächlich berücksichtigt?

Ausführliche Antwort

Solch ein Vorschlag (1) wurde aus der Verlegenheit geboren, dass Fusionskraftwerke sogenannte Grundlastkraftwerke sind, die immer laufen müssen, um rentabel zu sein. Solche Fusionskraftwerke passen eigentlich nicht in ein Stromnetz, das durch Erneuerbare Energie dominiert ist. Also haben sich die Marketing-Abteilungen dieser noch nicht einsatzfähigen Technik über andere Anwendungsfelder Gedanken gemacht. Und sie suchten nach Anwendungsfeldern, in denen Fusionskraftwerke tagein, tagaus, eine Aufgabe erfüllen sollen. Und so kam man auf die Idee, einem Fusionskraftwerk in den südlichen Problemzonen die Aufgabe zu geben, Strom zu produzieren und gleichzeitig mit der Prozesswärme Meerwasser zu entsalzen.

Ob das eine gute Idee ist, sollten andere prüfen – aber im Süden wird man in naher Zukunft noch mehr Strom über die Sonne gewinnen, mehr als man braucht. Und auch da passen Grundlastkraftwerke nicht hin. 

Literatur

  1. Wurbs S., Dehlwes S., Lübke A. u.a.: Impulsbeitrag: Kernfusion als Baustein einer klimaneutralen Energieversorgung? Chancen, Herausforderungen, Zeithorizonte; Publikation der ESYS https://doi.org/10.48669/esys_2024-8 (August 2024) 56
    Quelle im Internet zuletzt abgerufen am 29.10.2024
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